Es muss nicht immer Emmentaler und Edamer sein: Der Innstolz Frischdienst bringt Abwechslung fürs Käsebuffet.

Als „ultrafresh"-Produkt empfiehlt Neumaier den „Fior di Latte" - zu Deutsch „Blume der Milch" - die korrekte Bezeichnung für einen „Mozzarella", der aus Kuhmilch hergestellt wird. Die Besonderheit: Der Käse wird in Lizenz und nach Originalrezept einer neapolitanischen Molkerei hergestellt. „Die handgekneteten 500g-Kugeln oder 1 kg-Stangen zeichnen sich durch ein fantastisches Geschmackserlebnis aus", so Neumaier. Und schwärmt: „Der Käse ist so frisch, dass man die Milch noch richtig am Gaumen hat - ein Genuss für die warme Küche (Pizza und Pasta), zum Salat oder pur."

Dreimal Plus und ein kleines Minus

2012 sind die Gästeankünfte um fast 10 Prozent gestiegen − Kooperation mit Bodenmais läuft gut an

Von Tanja Rometta Bad Griesbach. Zufrieden ist Kurdirektor Martin Mayer mit der Gästestatistik für 2012: Fast überall steht ein Plus vor der Bilanzzahl, nur die Aufenthaltsdauer ist wieder leicht zurückgegangen. „Wie leider überall“, sagt Mayer, und erklärt anhand der aktuellen Zahlen, wie sich das Kur- und Urlaubsverhalten der Gäste seit den boomenden 90er Jahren verändert hat.

Die Gästeankünfte sind um 9,26 Prozent gestiegen im Vergleich zu 2011, freut sich Mayer: „Das ist schon ein Hammer.“ 12 277 Gäste mehr fanden den Weg in die Kurstadt, insgesamt 144 885. „Das zeigt, dass wir seitens der Kurverwaltung und der Häuser die richtige Richtung eingeschlagen haben was die Werbung angeht. Die Quellnesszeitung ist gut angekommen und auch die Quellgebiete, in denen man geworben hat.“ Die meisten Gäste kämen aus Bayern und den angrenzenden Bundesländern, einige auch aus dem Norden, „das sind meistens Großstädter“, weiß der Kurdirektor, „viele aus Hamburg.“

Das Problem: Die Gäste bleiben nicht mehr so lange wie früher. Durchschnittlich 6,02 Tage hat ein Gast 2012 in Bad Griesbach verbracht, im Vorjahr waren es 6,33 Tage. Macht ein Minus von 0,31 Tagen. „In den vergangenen Jahren ist die Aufenthaltsdauer immer ungefähr um diesen Betrag zurückgegangen“, erklärt der Kurdirektor. „Das ist natürlich nicht schön, aber noch im Rahmen.“ Bei einem oder zwei vollen Tagen müsse man sich wirklich Sorgen machen.

Besonders bei der Aufenthaltsdauer zeigt sich für Mayer die Diskrepanz zu den blühenden 90er Jahren: Mehr als dreimal so lange wie heute, nämlich 21 Tage, blieb damals ein Gast durchschnittlich - Kuren wurden gerne und oft verschrieben, das ist heute nicht mehr so. Mayer hat ausgerechnet: „Wenn man die Aufenthaltsdauer von damals auf heute anrechnen würde, hätten wir 1,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr.“ Nur hypothetische Spekulationen, die aber eins zeigen: Die Zeiten haben sich gravierend geändert seit der Gesundheitsreform in den 90ern und seit Anfang der 2000er, als es auch Thermal-Anwendungen nicht mehr auf Rezept gab. „Das war nochmal ein Knacks.“

Aber jetzt gelte es, aus den aktuellen Begebenheiten das Beste zu machen. Dazu gehörte auch, nach dem großen Einbruch in den 90ern die Bettenkapazitäten zu verringern. 500 Betten weniger stehen seitdem in der Kurstadt zur Verfügung. Die Auslastung lag 2012 bei 49,02 Prozent, ein Plus von 3,61 Prozent. „Wir sagen ja, bei 50 Prozent Auslastung fängt das Leben erst an“, meint Mayer. „Aber die momentanen Zahlen sind schon gute Werte, auch im Kurzentrum liegen wir bei 49 Prozent.“ Von den oft angesetzten Vergleichswerten aus den 90er Jahren müsse man sich komplett verabschieden: 80 Prozent Bettenauslastung verzeichnete die Stadt da.

Bei den Übernachtungen beträgt das Plus 3,86 Prozent, 32 404 Übernachtungen mehr kann Bad Griesbach 2012 verzeichnen, insgesamt 871 650. „Die Übernachtungszahlen zeigen, dass sich der Urlaub heute innerhalb einer Woche abspielt. Aber man darf nicht vergessen, dass manche zweimal im Jahr nach Bad Griesbach kommen.“

Generell sei man auf einem guten Weg, findet der Kurdirektor. Auch im Hinblick auf die Kooperation mit Bodenmais, die gerade angelaufen ist: „Das bringt eventuell ein noch besseres Ergebnis.“ Anhand der ersten Daten könne man sehen, ob man die richtigen Orte und Zielgruppen gewählt habe. „Die großen Hotels hatten schon ein Angebot in den Zeitungen, als privates Inserat. Als nächstes kommen die kleineren Anbieter“, erklärt Mayer. Die erste Werbung mit der Stadt komme demnächst.

Bürgermeister Jürgen Fundke ist in Sachen Bodenmais sehr zuversichtlich: „3000 verkaufte Übernachtungen in der ersten Woche“, diese Glückwunsch-SMS hat BTM-Geschäftsführer Andreas Lambeck ihm gerade erst geschrieben, wie er auf seinem Handy zeigt. „Man sieht dass es bergauf geht, wir profitieren von den guten Kontakten. Ich bin da schon euphorisch.“

Als Neuheiten präsentiert Innstolz u.a. „Weiße Lady Mediterrane" (ein cremiger Weichkäse mit weißem Edelschimmel und Tomate & Basilikum im Teig) und den „Bio-Doppelrahm-Frischkäse" im 2,5 kg Eimer.

Insgesamt gibt es in Bayern über 400 Käsesorten in mehr als 1000 Geschmacksrichtungen. Was für eine Vielfalt, bei der man leicht den Überblick verlieren kann! Eine gute Anlaufstelle in Sachen Käse ist die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, die das Gastgewerbe auf vielfältige Weise unterstützt. So werden in der monatlichen Publikation „Bayerischer Milch & Käsebote" Neuheiten vorgestellt. Dazu gibt es Rezepte, Verkaufstipps und Hintergrundinfos. Denn Milchprodukte haben viele Geschichten zu erzählen.

Quelle: Passauer Neue Presse, 31. Januar 2013

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