Es muss nicht immer Emmentaler und Edamer sein: Der Innstolz Frischdienst bringt Abwechslung fürs Käsebuffet.

Als „ultrafresh"-Produkt empfiehlt Neumaier den „Fior di Latte" - zu Deutsch „Blume der Milch" - die korrekte Bezeichnung für einen „Mozzarella", der aus Kuhmilch hergestellt wird. Die Besonderheit: Der Käse wird in Lizenz und nach Originalrezept einer neapolitanischen Molkerei hergestellt. „Die handgekneteten 500g-Kugeln oder 1 kg-Stangen zeichnen sich durch ein fantastisches Geschmackserlebnis aus", so Neumaier. Und schwärmt: „Der Käse ist so frisch, dass man die Milch noch richtig am Gaumen hat - ein Genuss für die warme Küche (Pizza und Pasta), zum Salat oder pur."

Hartl-Resort: „DieRussen spielen noch nicht Golf“

Dennoch kräftiges Übernachtungsplus 2012

Von Alexander Kain

München/ Bad Griesbach. 20 Millionen Euro hat das Hartl-Resort (drei Hotels und vier Gutshöfe mit insgesamt 1200 Betten, zehn eigene Golfplätze, drei Quellen und Thermen) in Bad Griesbach in den vergangenen fünf Jahren investiert, anderthalb Millionen allein 2012. Der Lohn nach eigenen Angaben: Ein kräftiges Übernachtungsplus von 20 Prozent 2012 (auf rechnerisch insgesamt etwa 155 000 Übernachtungen), die selbe Steigerung ist das Ziel für 2013.

Nach der Krise des Unternehmens und dem Verkauf 2004 komme die Sanierung gut voran, versicherte Volker Schwartz, Geschäftsführer des Resorts, bei einer Präsentation in München. „Es läuft in die vorgegebene Richtung“, allerdings sei man „noch nicht da, wo wir hinwollen - das dauert noch zwei Jahre“.

Was Gewinn- und Umsatz-Zahlen angeht, zeigte Schwartz sich verschlossen. Aber umtriebig ist man, das dokumentieren die zahlreichen Investitionen (hier sei die Mehrwertsteuersenkung hilfreich gewesen) und Innovationen (Wellness, Golf für Kinder). Der Einzugsbereich für Hotel- und Golf-Resort liege bei etwa 250 Kilometern Umkreis um Bad Griesbach, zudem entlang der Achse Passau-Linz-Wien sowie in der Schweiz und Skandinavien. Schwartz: „Grob gesagt: 90 Prozent kommen aus Deutschland, jeweils vier aus Österreich und der Schweiz, zwei Prozent aus dem Rest der Welt.“

Russen, in der Tourismusbranche als gleichermaßen reise- wie zahlungskräftige Klientel gerne gesehen, lassen sich indes bisher kaum blicken. „Ich hätte die gerne, aber die Russen spielen noch nicht Golf“, so Schwartz, der nicht ausschloss, dass sich hier in Zukunft mehr tun könne. Ähnlich sei es mit Kunden aus dem arabischen Raum, die beispielsweise für München eine zahlungskräftige Klientel darstellen, aber bekannte Ziele vorzögen. Hier biete Bad Griesbach derzeit zu wenig Shopping-Möglichkeiten, so Schwartz.

Das Übernachtungsplus, so analysiert der Hartl-Manager, sei vor allem Stammgästen zuzuschreiben, die (wieder) vermehrt nach Bad Griesbach kämen. Zudem sei feststellbar, dass viele, die beruflich die Tagungsmöglichkeiten des Resorts nutzen, später mit der Familie privat wiederkämen.

Rund 550 Mitarbeiter beschäftigt das Resort, in Spitzenzeiten bis zu 600, so Schwartz. Dabei sei es „immer schwerer, Mitarbeiter zu finden, vor allem Auszubildende“, so Schwartz. Als problematisch erweise sich, dass Golfsport ein Saisonsport sei.

Als Neuheiten präsentiert Innstolz u.a. „Weiße Lady Mediterrane" (ein cremiger Weichkäse mit weißem Edelschimmel und Tomate & Basilikum im Teig) und den „Bio-Doppelrahm-Frischkäse" im 2,5 kg Eimer.

Insgesamt gibt es in Bayern über 400 Käsesorten in mehr als 1000 Geschmacksrichtungen. Was für eine Vielfalt, bei der man leicht den Überblick verlieren kann! Eine gute Anlaufstelle in Sachen Käse ist die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, die das Gastgewerbe auf vielfältige Weise unterstützt. So werden in der monatlichen Publikation „Bayerischer Milch & Käsebote" Neuheiten vorgestellt. Dazu gibt es Rezepte, Verkaufstipps und Hintergrundinfos. Denn Milchprodukte haben viele Geschichten zu erzählen.

Quelle: Passauer Neue Presse, 2. Februar 2013

zurück