Es muss nicht immer Emmentaler und Edamer sein: Der Innstolz Frischdienst bringt Abwechslung fürs Käsebuffet.

Als „ultrafresh"-Produkt empfiehlt Neumaier den „Fior di Latte" - zu Deutsch „Blume der Milch" - die korrekte Bezeichnung für einen „Mozzarella", der aus Kuhmilch hergestellt wird. Die Besonderheit: Der Käse wird in Lizenz und nach Originalrezept einer neapolitanischen Molkerei hergestellt. „Die handgekneteten 500g-Kugeln oder 1 kg-Stangen zeichnen sich durch ein fantastisches Geschmackserlebnis aus", so Neumaier. Und schwärmt: „Der Käse ist so frisch, dass man die Milch noch richtig am Gaumen hat - ein Genuss für die warme Küche (Pizza und Pasta), zum Salat oder pur."

TV-Dreh: Wie aus den Schwestern Wirtinnen wurden

Bayerischer Rundfunk stellt die Chefinnen des Altstadthotels ganz persönlich vor − Zweieinhalb Tage für 20 Fernsehminuten

von Stefanie Lindner

Bad Griesbach. "Stopp, sie brennt total ab!" So geht das natürlich nicht. Sie, das ist Irmi Ostermünchner, Chefin des Bad Griesbacher Altstadthotels, muss ihre Kiste mit Karotten noch einmal von der Küche in den Kühlraum tragen. Ein paar weniger aber diesmal, darum bittet die Wirtin im klassischen Dirndlkleid. Abbrennen − also von der Kamera überbelichtet werden, weil sie zu nah dran ist − wird sie nicht mehr. Doch eine Stunde dauert es schon, bis die Szene richtig sitzt.

Seit Dienstagabend ist ein TV-Team der Sendung "La Vita", die im Bayerischen Rundfunk läuft, in Bad Griesbach. Irmi Ostermünchner und Ingrid Lehner, die das Hotel gemeinsam leiten, stehen im Mittelpunkt der Dreharbeiten. Es ist nicht das erste Mal, dass das Fernsehen im Haus ist. Vor zwei Jahren wurde ein Beitrag über die Kochkünste von Mutter Maria Ostermünchner gedreht. Heute ist das etwas anders. "Die Sendung wird sich um das Thema Schwestern drehen", erklärt Regisseurin Heidi Reutter. "Wir erzählen ihre Geschichte, wie alles angefangen hat und wie die Beiden im Wirtshaus groß wurden." 20 Minuten der Sendung, die insgesamt eine Dreiviertelstunde dauert, werden Irmi Ostermünchner und Ingrid Lehner gehören.

Der Weg zum fertigen TV-Beitrag verlangt aber zuvor Einiges an Anstrengung ab. Die Hauptarbeit passierte am Mittwoch, dem Ruhetag im Restaurant. Aber auch gestern ging’s nochmal an die Arbeit. Und zwar ans Eingemachte − auch für die Schwestern selbst. Denn Regisseurin Heidi Reutter, die das fünfköpfige Team leitet, konzentriert sich auf jetzt zwei sehr persönliche Fragen: Wie es dazu kam, dass Irmi Ostermünchner und Ingrid Lehner zusammen das Hotel und Restaurant leiten, und wie Irmi Ostermünchner als junges Mädchen jene Zeit gemeistert hat, die sie vor der Kamera ihre Krise nennt.

"Mit zweieinhalb Jahren hab’ ich gesagt, ich werd’ Wirtin", erklärt die Bad Griesbacherin der Moderatorin Janina Nottensteiner. Die geht ihr dabei im Kühlhaus beim Einräumen des Gemüses zur Hand − so will es das Drehbuch. Während die Geschwister beschlossen hatten, etwas anderes zu tun, stieg Irmi Ostermünchner ins Hotelfach ein. Im damals härtesten Ausbildungsbetrieb Bayerns, wie sie vor der Kamera berichtet. Das muss sie tun, ohne ihre Position im Bild zu sehr zu verändern, ohne sich vom Bairischen dem Hochdeutschen des TV-Teams anzupassen. Immer wieder Erklärungen von der Regisseurin. Das Gemüse muss genau da stehen, wo es bei der letzten Szene stand. Sonst passiert ein Anschlussfehler, warnt Heidi Reutter. Die Bilder passen dann nicht mehr zusammen − und der Zuschauer wäre irritiert.

Irmi Ostermünchner ist gestresst, eine Gruppe hat sich zum Mittagessen angekündigt und die Zeit läuft. Diese Arbeit nimmt ihr die Schwester ab. Und so kann sie wieder in ihr Leben einsteigen, das sie in "La Vita" umreißt. Sie erzählt vom Heimweh, das sie im Garmisch in der Lehre verspürt hat, wie unglücklich sie war − bis sie durch den Willen der Mutter die Lehre abbrach. "Das war eine schlimme Zeit für dich, oder?", fragt die Moderatorin. Schlimm war’s, sagt Irmi Ostermünchner. Aber auch schön in den Bergen − und letztlich habe es nicht geschadet, dass sie in der Ausbildungszeit schon mit der Härte, mit der ersten Krise klarkommen musste.

Drei, vier, fünf Mal muss Irmi Ostermünchner erzählen, wie dann das Verhältnis zum Vater war. Das ist anstrengend, das spürt man. "Vertrau mir", bittet Regisseurin Heidi Reutter. Und das tut die Wirtin dann auch. Mit 18 dann war damals alles gut, die Lehre war abgeschlossen, sogar mit Mittlerer Reife, schließt Irmi Ostermünchner. "Und jetzt holen wir die Zwetschgen" ist ihr Schlusssatz für die Gesprächsszene. Da macht das Drehbuch einen Punkt.

Durch das Buch "Weiberwirtschaft" − es geht in dem Sammelband um Schwestern, die in der Gastronomie zusammenarbeiten − ist sie auf die zwei Bad Griesbacherinnen gekommen, erzählt die Regisseurin. Im August hatte sie sich zu einem Vorgespräch mit den Schwestern getroffen. "Ich bin froh, dass die Beiden so offen sind", ist Heidi Reutter den Bad Griesbacherinnen dankbar. Der Beitrag wird in der Sendung "La Vita" am Donnerstag, 11. Oktober, im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt. Sendebeginn ist dann um 19 Uhr.

Als Neuheiten präsentiert Innstolz u.a. „Weiße Lady Mediterrane" (ein cremiger Weichkäse mit weißem Edelschimmel und Tomate & Basilikum im Teig) und den „Bio-Doppelrahm-Frischkäse" im 2,5 kg Eimer.

Insgesamt gibt es in Bayern über 400 Käsesorten in mehr als 1000 Geschmacksrichtungen. Was für eine Vielfalt, bei der man leicht den Überblick verlieren kann! Eine gute Anlaufstelle in Sachen Käse ist die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, die das Gastgewerbe auf vielfältige Weise unterstützt. So werden in der monatlichen Publikation „Bayerischer Milch & Käsebote" Neuheiten vorgestellt. Dazu gibt es Rezepte, Verkaufstipps und Hintergrundinfos. Denn Milchprodukte haben viele Geschichten zu erzählen.

Quelle: Passauer Neue Presse, 28. September 2012

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