Genuss und Wohlfühlen in der Stadthalle

Innstolz-Fachmesse zieht 2000 Lebensmittelprofis nach Deggendorf 

Deggendorf.(ls) "Regionalität ist neben Bio der große Trend in unseren Küchen und Lebensmittelregalen", betonte Innstolz-Geschäftsführer Florian Leebmann anlässlich der Eröffnung der neunten Innstolz Frischdienst Fachmesse (IFF 2012) in den Stadthallen. Der "Marktplatz der frischen Ideen" lockte mit herrlich duftenden und gut aussehenden frischen Produkten wie Obst, frisch gepressten Säften, köstlichen Backwaren, Fischfeinkost, einer bunten Palette verschiedenster Käsesorten, Eis, und noch so einigem mehr.

"Wir setzen seit Familiengenerationen auf regionale, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten, Kunden und Kultur", so der Geschäftsführer. Gemeinsam mit den Innstolz-Mitarbeitern, voran Vertriebsleiter und Prokurist Isidor Neumaier, sei man sich bewusst, dass man deshalb nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber in der Region sei, sondern für Wertschöpfung und Beschäftigung in der zuliefernden Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung im unmittelbaren Marktgebiet Bayern-Oberösterreich sorge. Leebmann: "Zahlreiche Innstolz Kunden sehen die regionale Herkunft schon als sehr wichtig an, hier muss man noch intensiver und konsequenter werden. Nur dann bleiben die Erzeugerbetriebe in der Region erhalten und damit die verbundenen Kultur- und Wirtschaftskreisläufe." Im Rahmen der Spezialisierung und vernichtender Preiswettbewerbe seien ohnehin schon viel zu viele Produktionslinien abgebaut und eingestellt worden. Die Folge sei, dass die Transportwege immer länger werden und die Lebensmittelherkunft immer anonymer und unpersönlicher. Dem gelte es entgegenzuarbeiten im Sinne der Gäste und Verbraucher, betonte Florian Leebmann in seiner Eröffnungsansprache.

Die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen nach gesunder Ernährung, das Eingehen auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Nachvollziehbarkeit der Lebensmittelherkunft, Tierwohl und nachhaltige Meeresfischerei waren weitere zentrale Messethemen bei den Eröffnungsrednern, in den sechs Fachseminare (jeder achte Messebesucher besuchte ein Fachseminar) und insbesondere an den 100 Messeständen. Die IFF findet alle zwei Jahre im Frühjahr statt und zieht an zwei Tagen mehr als 2000 Fachbesucher in die Donaustadt. Die IFF versteht sich als Impulsgeber für die Lebensmittelbranche in Süd- und Ostbayern sowie Oberösterreich und spricht die Branchen Gastronomie, Hotellerie, Großverbraucherküchen, Betriebs- und Sozialverpflegung, Lebensmittelhandwerk und selbstständige Lebensmitteleinzelhändler an.

Schmecken und Probieren

Schmecken, Probieren und informieren zum Wohle der eigenen Gäste und damit fürs eigene Geschäft stand auf der Fachmesse obenan, und dass der Messetag unterhaltsam blieb, dafür sorgten die Spaßmacher und Clowns vom "Rottaler Staatszirkus". Für die regionale Vernetzung, in der auch Kultur- und Kunstschaffende eingebunden sein sollen, nutzten die Keramikkünstlerin Renate Wrobel und die Pianistin sowie Leiterin des Kulturwald-Festivals im Bayerischen Wald, Uta Hielscher, die IFF als Plattform. Anlässlich der Eröffnung gab die begnadete Pianistin musikalische Kostproben mit einem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart und zwei Stücken von Frederic Chopin und Einblicke in das diesjährige Festivalprogramm. Oberbürgermeisterin Anna Eder zeigte sich erfreut über den Ausstellerrekord von 120 Firmen an 100 Messeständen.

Niederbayerns Industrie- und Handelskammerpräsident Dr. Josef Dachs sieht die Messe als festen Baustein in der Region. Auch er sprach den Ausstellerrekord an und hofft, dass die Aufwärtsentwicklung weitergeht. "Aus der Region - für die Region wird hier hervorragend umgesetzt" so Dr. Josef Dachs. Dem schloss sich auch Ulrich N. Brandl, Präsident des DEHOGA Bayern e.V., an. Die regionale Küche stehe im Hotel- und Gaststättengewerbe im Vordergrund. Milchprinzessin Anna Weidinger sieht als ihre Aufgabe, sich für die Förderung der heimischen Produkte einzusetzen. Auch Vizelandrat Peter Erl zählte zu den Ehrengästen am Eröffnungstag.

Die Messebesucher hatten auch die Möglichkeit, an den Seminaren Gastro Management Pass, Käse in der warmen Küche, Käse auf Buffet und in der Theke, Wissen über Allergene und Lebensmittelunverträglichkeiten, Schulverpflegung und Zusatzverkäufe für die Metzgertheke teilzunehmen. Die Messe hat auch noch am heutigen Dienstag ihre Tore geöffnet, und zwar bis 17 Uhr (anschließend gemütlicher Ausklang an der "Messe-Bar").

Quelle: Donau-Anzeiger, 17. April 2012

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