Deggendorf - eine Stadt, die niemals schläft

Deggendorf. Eigentlich heißt es ja. dass New York die Stadt ist. die niemals schläft. Das Gleiche kann man aber auch von Deggendorf behaupten - das haben 3. Bürgermeister Dr. Christian Moser, stellvertretender Landrat Peter Erl, der stellvertretende Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion Günther Pammer und der stellvertretende Ortsvorsitzende der Jungen Union Tobias Beer bei einem nächtlichen Ausflug festgestellt. Den Anfang haben sie bei der Firma Semperit in der Land-Au gemacht. Zusammen mit Produktionsleiter Peter Seidl machte die Gruppe einen Rundgang durch die Fertigung. Nicht etwa Autoreifen stellt Semperit in Deggendorf her. sondern ausschließlich Gummi-Dichtungen, zum Beispiel für Kunststofffenster. Von den rund 110 Mitarbeitern arbeiten ständig 17 in der Nachtschicht so dass rund um die Uhr gefertigt werden kann.

Bei der zweiten Station, dem Innstolz Frischdienst in Natternberg-Siedlung. erkläre Prokurist: Isidor Neumaier. dass auch in seinem Betrieb rund um die Uhr gearbeitet wird. Tagsüber werden im Vertrieb die Aufträge angenommen, ab 2 Uhr werden die Waren auf die 33 Ausliefer-Lastwagen verladen.

Bei Deutschlands größtem Hersteller von Kunststoffgarnen, der TWD Fibres GmbH in Seebach, machte man zusammen mit Personalleiter Stefan Thoma und dem technischen Betriebsleiter Christian Schauer einen Rundgang durch die gesamte Produktion, angefangen von der Spinnerei durch die Texturierung und Färberei bis hin zum Versand. Der sehr energieaufwendige Fertigungsprozess, der auf 220 000 Quadratmetern stattfindet, beginnt mit Kunststoffgranulat und macht in vielen Teilarbeitsschritten daraus fertiges Garn. In Fischerdorf bei Obst Lallinger ist ah 4 Uhr früh Betrieb, wenn die Lastwagen mit frischem Obst, Gemüse und Pilzen beladen werden. Firmeninhaber Gerard Lallinger (M.) machte deutlich, dass durch neue Entwicklungen in der Logistik der Trend im Handel von Obst und Gemüse weg geht von den Großmarkthallen, wie es sie zum Beispiel in München gibt. Es sei viel Aufbauarbeit notwendig, um die Kontakte zu den Erzeugern herzustellen. Abschließend besuchte die Gruppe die Metzgerei Gillmeier in der Hans-Obser-Straße. Metzgermeister Gillmeier führte durch die Wurstküche und den Fleischzerlegungsraum. Christian Moser: „Es war sehr interessant, live mitzuerleben, dass auch eine Stadt wie Deggendorf nie zur Ruhe kommt.“ - dz/R: dz

Quelle: Deggendorfer Zeitung, 16. Mai 2012

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