Es muss nicht immer Emmentaler und Edamer sein: Der Innstolz Frischdienst bringt Abwechslung fürs Käsebuffet.

Als „ultrafresh"-Produkt empfiehlt Neumaier den „Fior di Latte" - zu Deutsch „Blume der Milch" - die korrekte Bezeichnung für einen „Mozzarella", der aus Kuhmilch hergestellt wird. Die Besonderheit: Der Käse wird in Lizenz und nach Originalrezept einer neapolitanischen Molkerei hergestellt. „Die handgekneteten 500g-Kugeln oder 1 kg-Stangen zeichnen sich durch ein fantastisches Geschmackserlebnis aus", so Neumaier. Und schwärmt: „Der Käse ist so frisch, dass man die Milch noch richtig am Gaumen hat - ein Genuss für die warme Küche (Pizza und Pasta), zum Salat oder pur."

Erinnern an das Vergessen

"Alzheimer-Tage" im Elisabethenheim mit Gottesdienst im Freien und Fachvortrag − Demenz ist nicht heilbar und Ursachen unbekannt

Viechtach. Das Motto des Welt-Alzheimertages gestern lautete "Demenz: zusammen leben". Nach der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kann das Zusammenleben klappen und positiv gestaltet werden, wenn das Krankheitsbild bekannt ist und Menschen mit Demenz ernst genommen werden. Auch im Elisabethenheim fanden an zwei Tagen Veranstaltungen statt, um auf die Situation der an Demenz Erkrankten und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen und um das Haus vorzustellen.  

Gesten ließen die Bewohner nach dem Gottesdienst im Freien, den Kaplan Thomas Gleißner hielt, Luftballons fliegen. "Nach dem Motto ,Die Gedanken sind frei‘. Gedanken, die wir nicht werten", erklärte Heidi Reichenberger, Geronto-Fachkraft und Wohnbereichsleiterin, die die "Alzheimer-Tage" organisiert hatte.  

Nach dem Gottesdienst, den Renate Kaiser und ihr Sohn Martin sowie Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums musikalisch gestalteten, war für die Bewohner ein Fingerfood-Buffet aufgebaut. Fingerfood deshalb, weil Alzheimer-Kranke im Verlauf der Krankheit immer schwieriger mit Besteck essen können. Gestern gab es unter anderem auch ein Tanzcafé sowie Ausstellungen und Hausführungen. Heimleiter Edwin Schedlbauer hielt auch einen Vortrag zur Pflege im Allgemeinen. Am Tag zuvor referierte Dr. med. Petra Reiner, Fachärztin für Nervenheilkunde, zum Thema: "Warum kann ich mir nichts mehr merken? Informationen zur Demenz".

Zwei wichtige Aussagen ihres Vortrags: Demenz kann man nicht heilen und die Ursachen sind unbekannt. Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland würden an einer Demenz leiden und "in den nächsten 20 Jahren könnte die Zahl auf 2,2 Millionen ansteigen." Die häufigste Form einer Demenz ist Alzheimer. Ferner gibt es noch eine Lewy-Körper-Demenz, eine frontotemporale und eine vaskuläre Demenz. "Ich habe auch schon gelesen, dass eigentlich alles Alzheimer ist. Da kann man sich streiten", sagte die Referentin. Der Entdecker der Krankheit, Alois Alzheimer, habe mit der Beschreibung des Krankheitsbilds Medizingeschichte geschrieben. Die erste Alzheimer-Patientin hieß Auguste Deter. Vergessen würde jeder einmal etwas, aber ein an Demenz Erkrankter vergesse häufig Dinge, finde selten Gegenstände wieder, die er verlegt hat, und kann sich an ganze Erlebnisse nicht mehr erinnern. Problematische Verhaltensweisen seien unter anderem ständiges Suchen, Unruhe, Aggression und Schlafstörungen.

Mit Medikamenten könnte man eine Verschlimmerung des Zustands hinauszögern. Dass Ginkgo allerdings die Gedächtnisleistung verbessere, sei nicht hinreichend belegt. Nicht-medikamentöse Maßnahmen seien: ein strukturierter Tagesablauf und soziale Kontakte. So weit wie möglich solle auch die Eigenständigkeit der Betroffenen erhalten bleiben.  

"Und nicht zu viele Informationen auf einmal", sagte Reiner. An einem Beispiel machte sie dies deutlich. Eine Frau ruft ihrem Vater aus einem anderen Zimmer zu: "Vater, wenn du dich mit dem Anziehen beeilst, können wir in zehn Minuten frühstücken." Damit sei der Demenzkranke überfordert. Stattdessen solle man zu ihm gehen, ihn mit "Vater" ansprechen und hat man seine Aufmerksamkeit, ihn darum bitten, sich anzuziehen. Zehn Minuten später könne man nochmal nach dem Rechten sehen und ihn dann zum Frühstück begleiten. − nem

Als Neuheiten präsentiert Innstolz u.a. „Weiße Lady Mediterrane" (ein cremiger Weichkäse mit weißem Edelschimmel und Tomate & Basilikum im Teig) und den „Bio-Doppelrahm-Frischkäse" im 2,5 kg Eimer.

Insgesamt gibt es in Bayern über 400 Käsesorten in mehr als 1000 Geschmacksrichtungen. Was für eine Vielfalt, bei der man leicht den Überblick verlieren kann! Eine gute Anlaufstelle in Sachen Käse ist die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft, die das Gastgewerbe auf vielfältige Weise unterstützt. So werden in der monatlichen Publikation „Bayerischer Milch & Käsebote" Neuheiten vorgestellt. Dazu gibt es Rezepte, Verkaufstipps und Hintergrundinfos. Denn Milchprodukte haben viele Geschichten zu erzählen.

Quelle: Bayerwald-Bote, 22. September 2012

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