Der Lebensmittelmarkt im Wandel

Betriebe zu Gast bei Firma Innstolz - Besichtigung, Impulsreferat und Diskussion
Deggendorf, (cg) Gerade die Lebensmittelbranche muss sich mit dem steten Wandel im Markt auseinandersetzen. Unterschiedliche Präsentationsformen für die Verbraucher, gesetzliche Anforderungen, die ebenfalls einem steten Wandel unterliegen, sowie Aspekte des freien Warenverkehrs zwischen Österreich und Bayern waren Bestandteile des Netzwerktreffens am späten Mittwochnachmittag bei dem Natternberger Unternehmen Innstolz Frischdienst.
Dieter Hilgärtner, Innovationsberater der IHK für Niederbayern, und Michaela Henzinger von der Wirtschaftskammer Oberösterreich, erklärten, dass die Lebensmittelcluster strategisch Wissen generieren wollen, konkrete Projekte durch die Kooperation einzelner Firmen anstoßen würden und so auch die Lebensmittelfirmen in der Region stärken wollen.
Österreichisches und deutsches Lebensmittelrecht
Hermann Ditzinger hielt nach der Betriebsbesichtigung ein Impulsreferat zum breitgefächerten Thema „Der Lebensmittelmarkt im Wandel“. Aspekte waren unter anderem das europäische und somit auch das österreichische und deutsche Lebensmittelrecht, die laufende Fortschreibung des Lebensmittelregimes wie die Ausweitung der Meldepflicht oder auch die geplante Ampelkennzeichnung, die novellierte Verpackungsordnung oder auch die Pandemie-Vorsorge der Schweinegrippe und die Auswirkungen.
Unter der fachkundigen Führung von Prokurist Isidor Neumaier und Lagerleiter Heribert Weiß konnten sich die Teilnehmer das Geschäftsmodell ansehen. 1948 wurde „Innstolz Frischdienst“ in Deggendorf gegründet. Seine Leitlinie jedoch geht noch viel weiter zurück - bis ins Jahr 1898, der Gründung der Privatkäserei von Bauer Johann Roiner. Innstolz ist in der Lage, regional einzukaufen und die Kundschaft aus diesem Raum binnen 24 Stunden mit den rund 8 000 Artikeln aus dem Sortiment zu beliefern. Das Lager besteht aus vier Klimazonen - Milch und Milchprodukte werden bei bis zu sieben Grad gelagert, Frischfleisch wird zwischen null und zwei Grad gelagert, Tiefkühlware im Kühlhaus bei mindestens 18 Grad und alle Waren, die nicht gekühlt gelagert werden müssen, lagern im Trockenlager.
Derzeit beschäftigt der Frischdienst 145 Vollzeitkräfte, sechs Auszubildende, die in der Regel übernommen werden, und etwa 30 geringfügig beschäftigte Kräfte. Der Jahresumsatz liegt bei etwa 40 Millionen Euro.
Quelle: Straubinger Tagblatt, 01.12.2009

