Passauer Neue Presse vom Montag, 11. Mai 2009 /
Hier greift sogar der Minister zur Grillzange

Eröffnung der bayerischen Grillsaison in Bad Füssing - Bürgermeister und Kurdirektor grillen Bärlauchkrapferl

Von Doris Altmannsberger
Bad Füssing. Roastbeef mit Blauschimmelkäse überbacken, Zuckerschotengemüse mit Rapsöl, dazu Rosmarinkartoffeln und Knoblauchbrot - bei solchen Leckereien lässt sich auch Minister Helmut Brunner gerne an den Grill bitten. „Normalerweise grille ich ja nicht, weil es leicht sein kann, dass es dann zu schwarz wird“, meint der CSU-Politiker schmunzelnd; in Bad Füssing mache er jedoch gerne eine Ausnahme. Schließlich, so der Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, eröffnete er am Samstag gemeinsam mit Bauernpräsident Gerd Sonnleitner ganz offiziell die bayerische Grillsaison 2009.

Die war wie schon in den Vorjahren wieder eingebunden in ein buntes Schmankerlfest rund ums Thema Grillen mit heimischen Produkten. Profi-Grillmeister Leonhard Rotheneichner von der höheren Landbauschule Rotthalmünster stand den ganzen Nachmittag am Grill, um vor den Augen der vielen Besucher glaciertes Schweinefilet, Hähnchenzopf und Herrensteak auf den Grill zu werfen.

Keineswegs so routiniert, aber mit viel Ehrgeiz machten sich Bürgermeister Alois Brundobler und Kurdirektor Rudolf Weinberger beim Grillwettbewerb an die Arbeit. Mit Kalbsbärlauchkrapferl und Kartoffelsalat wollten sie ihre Konkurrenz auf die Plätze verweisen - hatten jedoch mit dem „Team Austria“ (Silvia Etzel, Karin Blasl), das der Jury Lammkotelett in Bärlauchkruste servierte, einen sehr starken Gegner erwischt. Vor den Österreichern mussten sogar die Landfrauen (Bettina Hofmann, Sandra Niederley) und das Team Tele Regional Passau (Nadja Sedleczki, Markus Mühldorfer) kapitulieren - sie landeten punktgleich auf dem zweiten Platz.

Natürlich wurde an diesem Tag in Bad Füssing auch jede Menge theoretisches Wissen rund ums Grillen serviert: So soll Fleisch, verrät Koch Leonhard Rotheneichner, nicht zu mager sein zum Grillen und nicht direkt aus dem Kühlschrank auf den Rost kommen. „Besser 20 Minuten vorher raus nehmen, so schließen sich später die Poren besser.“ Wo Nacken, Halsgrat und Eisbein beim Schwein liegen und was eigentlich „wie gewachsen“ heißt, darüber gaben die Metzgermeister Mathias und Florian Moser Auskunft, während Weißbier-, Zwiebel- und Gurkenkönigin kräftig Werbung machten für ihre jeweiligen Produkte. Moderator Tillmann Schöberl führte wie schon in den Vorjahren durch das Programm und hielt die Gäste, denen vom vielen Zuschauen schon das Wasser im Mund zusammen lief, mit charmanten Sprüchen bei Laune.

Quelle: PNP, 11.05.2009