Der Lebensmittelmarkt im Wandel

Deggendorf. Die Netzwerke Lebensmittelcluster Oberösterreich und das von der IHK Niederbayern geförderte Netzwerk LebNet 2010 waren zu Gast beim Innstolz Frischdienst in Natternberg. Gerade Unternehmen der Lebensmittelbranche müssen sich einem stetigen Wandel stellen. Themen des Treffens, das auch dem Erfahrungsaustausch diente, waren unter anderem der freie Warenverkehr zwischen Bayern und Österreich, der Trend zu regionalen Lebensmitteln sowie geänderte gesetzliche Anforderungen. Innstolz-Prokurist Isidor Neumaier(vorne im weißen Kittel) begrüßte die Gäste und stellte das Unternehmen vor einer Betriebsführung kurz vor. Die 1948 gegründete Firma beliefert innerhalb von 24 Stunden aus einem Angebot von mehr als 7000 Artikeln Kunden aus Handel, Gastronomie, Großküchen oder Handwerk. Das Sortiment umfasst konventionelle und biologische Lebensmittel, die in erster Linie aus Bayern und Österreich stammen. „Der Lebensmittelmarkt im Wandel“ war der Impulsvortrag von Hermann Dietzinger aus Bad Reichenhall überschrieben. Er ging unter anderem auf das Lebensmittelrecht ein. Ein Wandel zeichne sich bei der Verpackungsverordnung ab. Jeder, der Verpackungen liefert, muss sich einem Rücknahmesystem anschließen. „Das stellt vor allem kleinstrukturierte Hersteller vor eine Kostenfrage“, betonte der Referent. In Zukunft müsse die Branche zunehmend auf biologische, recyclebare Verpackungen umstellen. Um all diese Vorgaben meistern zu können, kommt Netzwerken nach Dietzingers Meinung künftig eine wichtige Punktion zu, denn: „Diese neue Organisationsform unterstützt die Regionalität und die Weiterentwicklung.“ Allerdings, so der Referent, müsse ein Netzwerk von einem „Kümmerer“ gesteuert werden. - mic/E: Binder
Quelle: Deggendorfer Zeitung, 27. November 2009

