Die Stadthalle als Markthalle

„Frisch vor Ort“ lautet das Motto der zehnten Innstolz Frischdienst Fachmesse–Gestern und heute 2000 Besucher erwartet
Deggendorf. Für Innstolz ist die diesjährige IFF (Innstolz Frischdienst Fachmesse) etwas ganz Besonderes – nicht nur weil es die zehnte ist, sondern weil es die erste nach der Flut ist. „Innstolz ist wieder da“, freute sich in diesem Sinne Staatssekretär Bernd Sibler in seinem Grußwort, das er gestern anlässlich der Eröffnung sprach.
Auch zu der Jubiläumsmesse in der Stadthalle, die noch heute geöffnet ist, erwartet der geschäftsführende Gesellschafter Florian Leebmann wieder 2000 Fachbesucher aus Bayern und Oberösterreich. An den Messeständen treffen sich Händler, Köche, Metzger, Konditoren, Gastronomen, Hoteliers, Studentenwerke, Heimleiter, Sozialverpfleger, Verantwortliche in Kliniken, von BRK, AWO oder der Caritas. Weil wegen der Landesgartenschau die große Stadthalle belegt ist, konnte Organisator und Innstolz-Prokurist Isidor Neumaier heuer nur 60 Firmen zulassen. Interessant für die Fachbesucher sind immer auch die Vorträge, wie der über die Lebensmittelinformationsverordnung, die ab 13. Dezember gilt.
Florian Leebmann begrüßte zur Eröffnung eine ganze Reihe von Ehrengästen, darunter die Bundestagsabgeordneten Barthl Kalb, Rita Hagl-Kehl und Alois Rainer, Staatssekretär Bernd Sibler, Landrat Christian Bernreiter, dritten Bürgermeister Hermann Wellner, Bezirksrätin Margret Tuchen, Passaus stellvertretende Landrätin Gerlinde Kaupa, IHK-Präsident Dr. Josef Dachs, die Bezirksvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands Rose Marie Wenzel, den Präsidenten des deutschen Heilbäderverbands Ernst Hinsken, Kreisbrandrat Alois Schraufstetter, Bezirksbäuerin Maria Biermeier, Kanzler Dr. Gregor Biletzki von der Hochschule, Stadthallenchef Andreas Hille und die Landesgartenschau- Geschäftsführerinnen Ingrid Rott-Schöwel und Waltraud Tannerbauer.
Ein „Marktplatz der frischen Ideen“ will die IFF seit der ersten Messe 1996 sein. In diesem Jahr lautet das Motto „Frisch vor Ort“, wobei Florian Leebmann sich auf die bayerisch-österreichisch-böhmische Region bezieht. Sehr früh, so der Geschäftsführer, habe Innstolz auf biologisch erzeugte Lebensmittel gesetzt; fair gehandelte Produkte, Fisch aus nachhaltigem Fang und gentechnikfreie Produkte würden das Sortiment bestimmen.
„Essen und Trinken geben dem Leben Würze“, betonte Bernd Sibler. Die regionale Gastronomie biete hohe Qualität: „Damit können wir uns europaweit sehen lassen.“ Wie nahezu alle Redner ging auch Landrat Christian Bernreiter auf die Hochwasserkatastrophe vom vergangenen Jahr ein. „Mir ist es enorm wichtig, heute da zu sein. Sie haben Ja zum Standort Fischerdorf gesagt und sich dazu entschlossen, wieder aufzubauen.“ IHK-Präsident Dr. Josef Dachs ging auf den Trend ein, dass Kunden immer mehr im Internet bestellen. Trotzdem habe eine hochwertige Messe wie die IFF ihre Berechtigung: „Sehen, Fühlen, Probieren, Erleben – das bietet eben nur so eine Messe. Davon profitieren Anbieter und Kunden gleichermaßen.“ Dachs plädierte für ein weiteres Zusammenwachsen der Wirtschaftsregion Niederbayern- Oberösterreich-Südböhmen. Dem pflichtete auch Rose Marie Wenzel bei. Frische, heimische Lebensmittel seien das Thema der Zukunft. Wertschöpfung vor Ort sei wichtig. Die Wirtin von Ruderhaus und Café Wiedemann appellierte an ihre Kollegen, an der Qualifizierung „Bayerische Küche“ teilzunehmen, die auf eine Kooperation von Gastronomie und Landwirtschaft zurückgeht.
Zu Wort kam schließlich auch die bayerische Milchprinzessin Carola Reiner, die für die Milch ordentlich die Werbetrommel rührte, schließlich würde fast ein Drittel der deutschen Milch in Bayern produziert.
Genug geredet – jetzt waren alle zu einem Messerundgang eingeladen. Viele der Besucher kamen auch gerne auf die Einladung von Innstolz zurück, über das benachbarte Landesgartenschau-Gelände zu schlendern. − mic
Quelle: Deggendorfer Zeitung vom 20. Mai 2014
zurück
Landshuter Zeitung, 1. Juni 2011




























