Lankl zieht schneller

Landrat besiegt beim Wettmelken Grafenaus Bürgermeister - Informationstag zur Schulmilch an Hauptschule

Grafenau. Es steht schlecht um die Schulmilch. Nur mehr 1200 der 5500 Schulen in Bayern bieten sie an. In einer konzertierten Aktion von Kultus-und Landwirtschaftsministerium soll das Angebot von Milch und Milchprodukten an den Schulen verbessert werden - und der Appetit darauf.

Schon einen knappen Monat vor dem „Internationalen Tag der Milch" am 1. Juni war am Montag die Auftaktveranstaltung für den Altlandkreis Grafenau zu "Milch drin - gut drauf" in der Klasse 5 a der Propst-Seyberer-Schule. Kreisbäuerin Regina Rekowski hatte zusammen mit Hauswirtschaftsoberrätin Brigitte Blaim ein ansprechendes Büfett mit Milchprodukten gestaltet und erklärte deren Entstehung.

Für Landrat Ludwig Lankl und Bürgermeister Helmut Peter wurde es dann beim Wettmelken spannend. Die Kinder durften zuvor raten, wie viel Liter Wasser bzw. „Milch" die Politiker in zwei Minuten durch das Gummieuter pressen können: von 0,2 bis drei Liter reichten die Tipps. Angefeuert von .den Fünftklässlern mit „Ludwig"- und „Helmut“-Rufen legten sich beide mächtig ins Zeug. Schließlich hatte der neue Landrat die Nase vorn: er schaffte 350 Milliliter „Milch", Peters Ergebnis blieb weit darunter.

Die Kinder erfuhren von der Kreisbäuerin, was alles Gutes in der Milch steckt: Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Kalzium für Knochen und Zähne und viele weitere Mineralstoffe und Vitamine würden fit und gesund machen. „Dagegen ist Cola ein Kalziumräuber", warnte Rekowski die Fünftklässler vor dem süßen Erfrischungsgetränk. Wie fit Milch macht, konnten die Schüler gleich ausprobieren, als es ums Butterschütteln ging. Sie hatten sich vorher mit verschiedenen Käsesorten aus einem Käsewerk in Rotthalmünster gestärkt, die Verkaufsleiter Franz Plattner mitgebracht hatte.

" Wir können froh sein, so ein hochwertiges Lebensmittel zu haben und müssen die Landwirtschaft durch einen fairen Milchpreis unterstützen, damit es auch so bleibt", sagte Landrat Lankl. MdL Helmut Brunner ergänzte, dass durch die Vielzahl der Milchprodukte jeder auf den Geschmack komme, auch wenn er die pure Milch nicht möge. Um das Milchangebot an Schulen zu unterstützen, würde die Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Bayern Kühlautomaten anbieten. - ul

Quelle: Passauer Neue Presse vom Mittwoch, 07. Mai 2008