Allerlei Schmankerl aus heimischen Landen

Innstolz-Frischdienst-Fachmesse zog jede Menge Besucher an - 70 Hersteller dabei
Deggendorf. (se) Kostproben einer breiten Angebotspalette und Schmankerl en masse bekamen die Besucher der Innstolz-Frischdienst-Fachmesse (IFF) gestern bei der offiziellen Eröffnungsveranstaltung kredenzt.
Unter dem Motto "Marktplatz der Orientierung" fand die diesjährige IFF statt, und hier waren neben zahlreichen Ehrengästen auch die Vertreter aus der Gastronomie und anderen Fachbereichen der Lebensmittelherstellung und Weiterverarbeitung zugegen. Als besondere Ehrengäste begrüßten der geschäftsführende Gesellschafter des Innstolz-Frischdienstes, Florian Leebmann, und Vertriebsleiter Isidor Neumeier die bayerische Milchkönigin Christa Rappelsberger und den Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Dr. Michael Braun. Für den Landkreis Deggendorf war neben den Bezirksrätinnen Renate Franzel und Margret Tuchen Landrat Christian Bernreiter höchstpersönlich vertreten. Als Vertreter der Stadt Deggendorf wurde der stellvertretende Bürgermeister Peter Volkmer begrüßt. Ein besonderer Dank ging an die Bezirksvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, Rose Marie Wenzel, die während der Fachmesse als Gastgeberin der Seminare im Ruderhaus fungiert.
Frei von Gentechnik
Über 70 regionale und internationale Hersteller präsentieren am 14. und 15. April ihre neuen Spezialitäten. Seit 60 Jahren versteht sich der Lebensmittelzusteller Innstolz Frischdienst als „Innovations- und Qualitätsführer in der Region Südbayern und Oberösterreich“. Dabei bildet die brennende Frage, welche Lebensmittel zu welcher Qualität und zu welchem Preis angeboten werden können, aufgrund der gestiegenen Weltnachfrage einerseits und dem neuen Wettbewerb zur Energie andererseits den aktuellen Themenkern. Leebmann machte in seiner kurzen Rede die drängenden Fragen der neuen Ernährungsbedürfnisse und Lebensgewohnheiten deutlich, deren Antworten sich im Spagat zwischen den Polen regional und global, biologisch und konventionell, natürlich und funktional und der Bewegung des „slow food" und Fast food verbergen. Hierbei handle es sich laut Leebmann um scheinbare Gegensätze, die sich ergänzen, aber nicht ausschließen. Definitiv nicht ins Repertoire der Ausstellung gehörten gentechnisch veränderte Lebensmittel, stellte der Geschäftsführer klar. Er freue sich schon heute auf die nächste IFF im Jahre 2010, besonders deshalb, weil sich dann die Stadthalle vergrößert habe und künftig noch mehr Platz vorhanden wäre, schloss Leebmann.
Als „Bühne der pfiffigen Ideen“ lobte Landrat Bernreiter anschließend in seinem Grußwort die IFF. Attraktive Produktpaletten wären hier vorzufinden und für die Gastronomie stelle die Messe einen Pflichttermin im Kalender dar. Besonders hob Bernreiter die „Kernkompetenz Milch“ des Frischdienstes hervor. Zu diesem Thema sprach auch die junge Milchkönigin in Vertretung für die Milchwirtschaft ihre Grußworte. Steigende Exportzahlen -Stichwort China - bestätigten das Image der Milch als erstklassiges Nahrungsmittel. Die Weiterverarbeitung der Milch - von unzähligen Käsesorten bis hin zum Mango-Lassi - verdeutliche, wie sehr das Produkt mit der Zeit gehe, ohne die Traditionen zu verlassen.
Passend zum Motto der Orientierungsfindung wurde den beiden Rednern ein Kompass überreicht, was aber keineswegs heißen solle, „dass der Landrat orientierungslos durch den Landkreis streift“, witzelte Leebmann nebenbei.
„Erfrischend natürlich“
In einem Impulsreferat informierte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostbayerns, Dr. Michael Braun, über die neuen Werbe- und Markeninitiativen „Der Bayerische Wald. Erfrischend natürlich“ und „Bayerisches Golf- und Thermenland“. Hierbei stehe die Stärkung der Region durch „Cross Marketing“ im Vordergrund: Regionale Produkte machen durch spezielle Labels ihre heimatliche Umgebung bekannt - und umgekehrt. Für die hiesigen Regionen wurden vom Tourismusexperten vor allem der Lallinger Winkel als „Obstschüssel des Bayerischen Waldes“ und die Bärwurzbrennereien als mögliche Marketingoptionen vorgestellt. Aber auch der Trend vieler Bierbrauereien, „Zoiglbier“ anzubieten, eröffne beispielsweise einzelnen Regionen die Möglichkeiten durch besondere Spezialitäten auf sich aufmerksam zu machen. Durch Marken der einzelnen Lebensmittelherstellern käme es zu einer Wertschöpfung im Tourismus fasste Dr. Braun seinen Vortrag zusammen.
Quelle: Donau-Anzeiger vom Dienstag, 15.04.08

