Käse und mehr: IFF hat guten Riecher für frische Ideen

Gesunde Ernährung und hochwertige, sichere Lebensmittel:
Die 6. Innstolz Frischdienst Fachmesse am 13./14. März in Deggendorf - die Trendschau für Lebensmittelspezialisten

Deggendorf/Rottalmünster. Weiße Lady, Bavelle, Barossa oder Bavio: Die Firma Innstolz Frischdienst GmbH hat nicht nur in Sachen Käse einen "guten Riecher". Denn wie bei den zurückliegen den Fachmessen, zeigt das in Rotthalmünster und Deggendorf beheimatete Unternehmen auch bei seiner diesjährigen Innstolz Frischdienst Fachmesse IFF am 13./14. März, wohin der Trend im Lebensmittelbereich geht, welche Themen die Gastronomen und Großversorger bewegen und welch große - und weiter wachsende - Bedeutung gesunde und ausgewogene, frische und regionale Produkte haben.

Vom Lallinger Obst über die Mammingcr Konserven und den Laschinger Lachs bis zum Bayerwald Premium Rind: Wo .immer möglich, deckt sich Innstolz mit Lebensmitteln aus der eigenen Heimat ein. Den Begriff Region weitet man hier dabei bis in die Oberpfalz, ins Allgäu oder zu den Oberösterreichern aus, und wenn's um besondere Feinkost oder Fisch geht, darf es auch mal Frankreich, Italien oder der deutsche Norden sein. Über 80 namhafte Frische- und Tiefkühllieferanten präsentieren ihr Sortiment, ihre Ideen und ihre Konzepte im Rahmen der IFF 2006 zwei Tage lang in der Deggendorfer Stadthalle. Dass die florierende Messe (die Zahl der Aussteller ist über die Jahre ständig gewachsen) nach wie vor dem Fachpublikum vorbehalten ist. bedauert Innstolz-Vertriebsleiter und Prokurist Isidor Neumaier zwar in mehrfacher Hinsicht - schlicht fehlten, um die IFF zu Niederbayerns "Grüner Woche" zu machen, der Platz und die technischen Voraussetzungen.

Schon jetzt ist es eng. so eng, dass die Firma Innstolz ihr Messegelände heuer erstmals auf den Vorplatz der Stadthalle ausdehnt und Qualität und Frische dort unters Zeltdach bringt- Dank Ausweitung und Umstellung wurde dafür im Gebäude Freiraum geschaffen - für Kommunikationszonen und zusätzliche Fläche auf der Bühne, die am Eröffnungstag ganz besondere Gäste ins Scheinwerferlicht stellt. König Ludwig samt Kaiserin Sissi und einem höfischen Kindermädchen reisen am Montag, 13. März, aus Füssen an, wo sie - nach einführenden Worten von Innstolz-Geschäftsführer Florian Leebmann, Oberbürgermeisterin Anna Eder und Rose-Marie Wenzel, der Bezirksvorsitzenden des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes - das musikalische Zepter ergreifen und die anwesenden Feinschmecker und Feinkostkenner mit Partien aus dem aktuellen König-Ludwig-Musical auf die bevorstehenden - kulinarischen - Genüsse einstimmen.

"Musik ist etwas Schönes - so schon wie gut zu essen", schlägt Isidor Neumaier die Brücke zwischen musikalischem und Messeangebot. Dessen ungeachtet und gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Lebensmittelskandale beschäftigt sich die diesjährige IFF nicht nur mit den schönen und angenehmen Seilen des Branchendaseins. Bereits bei der Konzeption der Fachmesse vor fast einem Jahr habe man das Thema Nahrungsmittel-Sicherheit - fast hellseherisch - als einen Schwerpunkt festgelegt, erzählt Neumaier- Skandale wie unlängst der Fall Berger Wild würden nicht nur der gesamten Lebensmittelbranche erheblichen Schaden zufügen, sondern außerdem über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen sowie die Kontrollmechanismen in Bezug auf die Frische und Qualität von Nahrungsmitteln kaum irgendwo so hoch seien wie in Deutschland. Die Firma Innstolz treibe in Sachen Qualitätssicherung einen immens hohen Aufwand, positiv hebe man sich außerdem durch ein ausgeklügeltes Rückverfolgbarkeits- -System hervor.

Indes fühlten sich viele Gastronomen, Küchenchefs, Großhändler oder Lebensmittelhändler von der Vielfalt an Regelungen überfordert. Die IFF in Deggendorf mache es sich deshalb zur Aufgabe, sowohl einen Überblick über diese neuen Verordnungen zu verschaffen als auch ihre Konsequenzen und die aus ihnen erwachsenden Chancen zu informieren und die eigenen Kunden und Lieferanten im Hinblick auf den Wert und die Notwendigkeit solcher Qualitätssicherungsmaßnahmen zu bestärken.

Der Trend, auch wenn er sich noch nicht immer und überall durchsetzt, geht hin zu gesunden. hochwertigen und frischen Nahrungsmitteln, die bevorzugt aus der Region stammen. "Deutschland ist europaweit der größte Markt für Bioprodukte; das südliche Bayern hat maßgeblichen Anteil daran", berichtet Isidor Neumaier. Mit der eigenen Biomolkerei im oberösterreichischen Mühlviertel, mit deren Erzeugnisse man u.a. Käfer in München beliefere, trage die Firma Innstolz diesem Verbraucherwillen Rechnung. Gebührenden Stellenwert hätten biologisch erzeugte Lebensmittel ebenso bei der Fachmesse am 13. und 14. März, wo neben diversen Milchprodukten auch Kaffee aus fairem Handel, Müsli, Biofleisch etc. vertreten seien.

Einem brandaktuellen, ebenfalls mit einem Fachseminar belegten Thema nähere sich die IFF last not least mit der Gemeinschaftsverpflegung in Sozialeinrichtungen bzw. Schulen und Kindergärten. Bei letzteren zeichne sich schon heute der Trend zur Ganztagsbetreuung ab, entsprechend gelte es, Konzepte zu entwickeln, die eine moderne und ernährungsphysiologische Ernährung gewährleisten. Welche Rahmenbedingungen dafür notwendig seien, erläutere am Nachmittag des ersten Messetages ein Fachmann der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Bei aller Weitsicht und allem Gespür für künftige Ernährungstrends behält die IFF als "Marktplatz frischer Ideen" jedoch ihren Sinn für das Bewährte und Klassische: "Das Thema Käse ist unser ureigenes! Ohne Käse geht es nicht", unterstreicht Isidor Neumaier. Abgesehen von der Vorstellung fremder Qualitätsprodukte – seit Januar 2005 produziert Innstolz im Werk Rotthalmünster wieder unter eigenem Namen und bringt neben der beliebten „Lady“ neue Sorten wie "Bonarom, Barossa, Bavelle; oder Bavio ins Spiel – lenkt der Messeveranstalter dabei die Aufmerksamkeit auf den ernährungsphysiologischen Stellenwert des leckeren Lebensmittels. Ein Seminar mit dem Titel „Käse ist gesund" rundet die Veranstaltung ab - und schließt somit den "Magen" der Besucher.

Andrea Weidemann

Quelle:Deggendorf aktuell, 02.03.2006