Branchentreff inspirierte

Etwa 270 Branchenkenner trafen sich beim 4. S&T-Symposium im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck bei München. Zehn Referenten gaben mit ihren Fachbeiträgen fundierte Hilfestellung. Die Themen reichten von Markenbildung und Imagegewinn bis zu Controlling und Benchmarking. Dazu jede Menge Informationen von rund 40 Herstellerfirmen des Food- und Technikbereichs.


Wie gesunde Verpflegung sinnvoll als Imagefaktor genutzt werden kann und wie diese heute von rührenden Institutionen definiert wird, erklärte Prof. Gertrud Winkler von der Fakultät Life Science der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in ihrem Vortrag „Imagefaktor gesunde Verpflegung," Am Beispiel der Betriebsverpflegung von Esprit zeigte Martin Friedrich, Leiter der Betriebsgastronomie, wie man durch moderne Verpflegungsleistungen das Image des gesamten Unternehmens optimieren kann. Ein Großteil der angebotenen Gerichte hat Bio-Qualität.

Uwe Gathmann, Betriebsleiter der Versorgungsbetriebe des Herz-Kreislaufzentrum Rotenburg an der Fulda, referierte über den Imagegewinn durch Verpflegungsleistungen im Care-Markt am Beispiel seiner Einrichtung. Hier werden nicht nur die medizinischen Leistungen ganzheitlich betrachtet, auch die Gastronomie bietet einen Mehrwert.

Über das Spannungsfeld Hygiene - zwischen Wirklichkeit und Anspruch, berichtete Prof. Dr. Volker Peinelt vom Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein. Massive Defizite, kritisierte der Wissenschaftler, bestünden in der Schulverpflegung, da hier oft billige Lösungen bevorzugt würden. Die Hochschule hat in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW ein Bewertungskonzept entwickelt, um unter anderem auch die Hygiene in den Griff zu bekommen.

Im Anschluss erklärte Dr. Torsten Dickau, Nestle Foodservices, die „kritischen Faktoren und Inhalte eines Speisenplans am Beispiel der Gießener Mensa. Mit dem Fehlen klarer Verantwortlichkeiten zur Koordination und Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung eines effektiven Hygienemanagements steige auch das Risiko für die Sicherheit der hergestellten Speisen, bemerkte Dr. Wolf , Geschäftsführer SIM aus Leinfelden-Echterdingen, in seinem Referat.

Dr. Björn Maier, Berater für Benchmarking-Projekte, sprach über seine Erfahrungen in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung. Was Dr. Björn Maier theoretisch erläuterte, füllte Dr. Volkmar Thom, Geschäftsführer des Studentenwerks Halle (Saale), mit Leben.

Peter Schierschke, Geschäftsführer der UMG Gastronomie GmbH der Universitätsmedizin Göttingen sprach über „Planung, Umsetzung und Steuerung durch Kennzahlen- und Controllingsysteme zur optimalen Betriebsführung am Beispiel der Universitätsmedizin Göttingen“.

Ohne informierte Mitarbeiter geht gar nichts. Dies zeigte der Vortrag von Psychologin Dr. Kerstin Lund. „Führungskräfte sollten 50 Prozent ihrer Zeit damit verbringen, ihren Mitarbeitern zuzuhören.“ Mehr Infos unter www.sundf-consulting.de. Petra Pettmann

Quelle:gv-praxis, Januar 2008